| Rund 9.000 Flüchtlinge gibt es in Berlin, etwa 1.000 sind derzeit in Reinickendorf untergebracht. Der Fuchsbezirk liegt damit im Mittelfeld der Berliner Bezirke. Mitglieder der Initiative Reinickendorf informierten sich beim Jour fixe über die Lage in den Unterkünften sowie Maßnahmen zur Unterstützung und Integration.
Bezirksstadtrat Andreas Höhne (rechts) erläuterte gemeinsam mit dem bezirklichen Integrationsbeauftragten Oliver Rabitsch die Situation für Flüchtlinge im Bezirk Reinickendorf. Elke Duda vom TSV Wittenau initiierte das Projekt „Sport für Flüchtlinge“. (Foto: Battistini/Goldmund Kommunikation) Von stark steigenden Flüchtlingszahlen in den letzten Jahren, zuletzt aufgrund des Bürgerkriegs in Syrien, und einer tendenziell schlechter werdenden Sozialstruktur in Reinickendorf berichtete Andreas Höhne, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Soziales. Flüchtlinge werden an verschiedenen Standorten untergebracht, darunter derzeit die Heiligensee-Grundschule, das Marie-Schlei-Haus der Arbeiterwohlfahrt sowie Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Künftig seien auch Kapazitäten in der Cité Foch geplant. Oberstes Ziel wäre es, diese hilfesuchenden Mitbürger in menschenwürdigen Unterkünften unterzubringen. Außerdem sei es wichtig, das Umfeld rechtzeitig und umfassend zu informieren. In Reinickendorf gelänge das hervorragend und die Hilfsbereitschaft der Anwohner sei beispielhaft. Der bezirkliche Integrationsbeauftragte Oliver Rabitsch erklärte, dass bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt werde. Rund drei Monate verbringen Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften, dann werden sie in Wohnungen untergebracht, bis der endgültige Status geklärt ist. Das kann bei einem Asylverfahren bis zu zwei Jahre dauern; bei geduldetem Aufenthalt sogar viele Jahre mehr. Dies bedeutet auch, dass die ausländischen Mitbürger sich organisieren müssen und am öffentlichen Leben teilnehmen. Kinder besuchen Hort und Schule, müssen Deutsch lernen und wollen die Freizeit sinnvoll gestalten. Ihre Eltern und Verwandten müssen sich gleichfalls in der neuen Umgebung zurechtfinden – eine komplexe Aufgabe, zumal für oftmals durch Krieg und Flucht traumatisierte Menschen. Hierbei kann Sport im Verein helfen. Elke Duda vom TSV Wittenau zeigte Beispiele, wie man mit wenig Geld sinnvolle Integrationsarbeit leisten kann. Beim Fußball, Tischtennis oder Kinderturnen werden wertvolle zwischenmenschliche Kontakte geknüpft. Ihr Angebot „Sport für Flüchtlinge“ wurde mit dem „Zukunftspreis des Berliner Sports“ ausgezeichnet. Doch es gibt noch viel zu tun und die Mitglieder der Initiative Reinickendorf geizten nicht mit Ideen und Netzwerk-Kontakten. Fazit nach einer lebhaften Diskussion im schicken neuen Vereinsheim des VfB Hermsdorf: Das komplexe Thema erfordert hohe Sensibilität, doch das Interesse wächst und die Zahl ehrenamtlicher Helfer steigt – weil die Erkenntnis reift, dass man neue Nachbarn am besten willkommen heißt, indem man sie unterstützt. Gelegenheit dazu gibt es auch beim nächsten Reinickendorfer „Begegnungfest“ am 13. September 2014 in der Karl-Bonhoeffer-Klinik, Oranienburger Straße 285 in 13437 Berlin-Reinickendorf. Dann lädt der Integrationsbeauftragte des Bezirks wieder alle Nachbarn und die Kinder und Eltern der beiden Wohnheime für Flüchtlinge und Asylsuchende ein, sich bei Spielangeboten, leckeren kulinarischen Angeboten und einem Bühnenprogramm kennenzulernen.
Erfolgreiches Networking gehört zu den Jour fixe der Initiative Reinickendorf (alle Fotos: Battistini) Lesen Sie zu dieser Veranstaltung auch den Kommentar im Nord-Berliner. |
Unsere Aktivitäten
All the Presidents‘ Heads
The plans you refer to will soon be back in our hands. A tremor in the Force. The last time I felt it was in the presence of my old master. Don’t act so surprised, Your Highness. You weren’t on any mercy mission this time. Several transmissions were beamed to this ship by Rebel spies. I want to know what happened to the plans they sent you. You mean it controls your actions?
Wittenauer Schüler besuchten Auschwitz
| Im November 2013 besuchte eine 10. Klasse der Jean-Krämer-Schule in Alt-Wittenau die Gedenkstätte Oswiecim in Polen. Bekannt geworden ist die Stadt als Standort des größten Komplexes deutscher Konzentrationslager zur Zeit des Nationalsozialismus, insbesondere des KZ Auschwitz-Birkenau. Ermöglicht wurde die Fahrt auch durch eine finanzielle Unterstützung der Initiative Reinickendorf.
Die Schüler hatten sich zuvor mit dem Stadtrundgang „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Berlin“, Projekttagen im Haus der Wannsee-Konferenz sowie mit Literatur und Film auf die Fahrt vorbereitet. In der Begegnungsstätte Oswiecim, beim Besuch des Stammlagers Auschwitz, in Workshops und Diskussionen erfuhren die jungen Reinickendorfer von Schicksalen und Überlebensgeschichten und waren tief beeindruckt: „Meine Erwartungen an die Reise wurden weit übertroffen, da ich nun Vorstellungen davon habe, wie es früher gewesen sein muss. Stark in Erinnerung wird mir die Grausamkeit bleiben, mit welcher die Häftlinge getötet wurden“, schildert Alexander seine Eindrücke. Ein Besuch in Krakow und im UNESCO-Weltkulturerbe Salzbergwerk Wieliczka beendeten eine Fahrt, die bei den Wittenauer Schülern nachhaltige Wirkung hinterlassen hatte. Die Schüler haben ihre Eindrücke der Reise in einer Präsentation zusammengefasst. |
8. April 2014: Besuch des Feuerwehrmuseums Berlin
| Mit Sirenengeheul wurden die Mitglieder der Initiative Reinickendorf und ihre Gäste bei ihrem Besuch im Feuerwehrmuseum Berlin empfangen. Am Jour fixe im April führten Museumsleiter und Feuerwehrmann Stefan Sträubig und seine Kollegen die Gruppe durch die Ausstellung, die die Arbeit der Berliner Feuerwehr seit ihrer Gründung vor mehr als 150 Jahren zeigt.
Das Museum in der Berliner Straße 16 in 13507 Berlin-Tegel ist seit 1983 öffentlich zugänglich und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Längst zählen nicht nur Kitas, Schulklassen und Vereine zum Kreis der Gäste. Mit kenntnisreichen Schilderungen und launigen Anekdoten zeichnete Sträubig ein detailliertes Bild der verantwortungsvollen Arbeit seiner Kollegen, die oft unter Einsatz ihres Lebens Brände löschen und Menschen retten. Auch kuriose Begebenheiten gehören zum Arbeitsalltag. Wer wissen will, was der Darth-Vader-Effekt ist, und Krebsjauche, Schneewittchensarg oder Eisenmann für eine Bedeutung haben, sollte unbedingt an einer der spannenden Führungen teilnehmen. Außerdem lädt das Museum am 31. Mai 2014 zum „Tag des Lebensretters“. Termine und alles Weitere finden Sie auf auf der Webseite des Feuerwehrmuseums Berlin. Dort gibt es auch einen Link zum Förderverein, den man schon mit einem Jahresbeitrag von 18 Euro unterstützen kann.
Weitere Fotos vom Jour fixe der Initiative Reinickendorf im Feuerwehrmuseum Berlin finden Sie hier. |
18. Februar 2014: Die Initiative Reinickendorf besucht „Bildungs-Leuchtturm“ Elisabethstift-Schule
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Die Elisabethstift-Schule im Falkentaler Steig 10 ist einer der „Bildungs-Leuchttürme“ Deutschlands und für den Deutschen Schulpreis nominiert. Beim Besuch von Vertretern der Initiative Reinickendorf gab Schulleiter Helmut Wegner einen Einblick in das System der genehmigten privaten Grundschule für individuelle Lernförderung mit offenem Ganztagsbetrieb und Hortbetreuung.
Deren Leitbild ist es, Menschen anzunehmen wie sie sind und ihnen christliche Werte zu vermitteln. Die Kinder und Jugendlichen lernen den fairen und gewaltfreien Umgang miteinander. Das Lernangebot wird den individuellen Bedürfnissen angepasst. In kleinen Klassen werden normal- bis hochbegabte Kinder und Jugendliche mit und ohne Verhaltensauffälligkeiten unterrichtet mit dem Ziel, sie auf ein unabhängiges selbstbestimmtes Leben vorzubereiten. |
Handbälle für die Ringelnatz-Grundschule
| Wie begeistert man Kids für Teamsport – und sorgt gleichzeitig für sinnvolle Freizeitgestaltung und soziales Verhalten? Eine überzeugende Antwort gaben die Verantwortlichen der Wittenauer Ringelnatz-Schule in der Wilhelm-Gericke-Straße. Sie baten Heinrich Fleck (72), selbst ehemaliger Grundschul-Rektor sowie Handball-Trainer und -Schiedsrichter, um Mithilfe und der rüstige Rentner organisierte vier Wochen lang Trainingsstunden für die Schüler. Die waren so begeistert, dass selbst die Sportmuffel nicht genug vom Ballspiel bekamen. Eine Schülerin sprach sogar von ihrem „besten Schulerlebnis“. Um weitere herausragende Schul- und Sporterlebnisse zu ermöglichen, spendete die Initiative Reinickendorf 20 Handbälle für die Kids.
Initiative-Beiratsmitglied Michael Mitzky (rechts) übergab die kugelrunden Spenden an Schulleiter Lothar Rafalski und Trainer Heinrich Fleck sowie dessen begeisterte Handball-Schüler. |
12. Februar 2014: „Technik begreifen“ – Kinder werden im naturwissenschaftlich-technischen Bereich gefördert
| Am 12. Februar 2014 startete in der Mark-Twain-Grundschule das Leuchtturmprojekt „Technik begreifen“. Ziel ist es, das naturwissenschaftlich-technische Verständnis der Kinder zu fördern. Die Kinder können mit Materialien, die ihnen auch im Alltag ständig begegnen, experimentieren und Gegenstände bauen. Sie begreifen Funktionen und Wirkungsweisen und erlangen dadurch größeres Geschick im Umgang mit Technik.
Die Mark-Twain-Grundschule sieht dem zusätzlichen Bildungsangebot für ihre Kinder aus teils bildungsfernen Familien gespannt entgegen. Entwickelt wurde das Projekt vom TÜV Hessen, die Initiative Reinickendorf und der Rotary Club Berlin-Kurfürstendamm ermöglichen die Durchführung. Bildungsstadträtin Katrin Schultze-Berndt dankte den Förderern und erklärte: „Die MINT-Förderung, das heißt eine verstärkte Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik, wird allenthalben gefordert. Reinickendorf macht hierzu in der Mark-Twain-Grundschule einen wichtigen Schritt über den regulären Stundenplan hinaus! Zugleich lud sie interessierte Unternehmen ein, mit einer – überschaubaren – finanziellen Unterstützung weiteren Schulen die Teilnahme an „Technik begreifen“ zu ermöglichen – nicht zuletzt für den Nachwuchs für das eigene Unternehmen.
Weitere Informationen gibt es im Rathaus unter 90294 2290. |
Initiative Reinickendorf unterstützt gesundes Schulfrühstück
Ein gesundes Frühstück fördert die Lern- und Konzentrationsfähigkeit von Kindern. Darum setzt sich der Verein „Von Kindern für Kinder e. V.“ für ein ausgewogenes Frühstück und die Vermittlung von Esskultur bei Kindern der Klassen 1-3 der Hausotter-Grundschule ein. Die Initiative Reinickendorf unterstützt das Projekt mit einer Zuwendung von 750 Euro, die Initiative-Ehrenpräsidentin Marlies Wanjura und Initiative-Mitglied Christina Laurenz am 14. November 2014 der Vereinsvorsitzenden Gertrud Meyer übergaben. Dabei konnten sie sich davon überzeugen, wie gut den Kindern, die bisher oft Toastbrot mit Schokocreme als einzige Form des Frühstücks kannten, die „fremde Kost“ schmeckte.
Der Verein legt großen Wert auf das, was und wie es gegessen wird: gekochter und roher Schinken, Wurst nur aus Geflügel- oder Rindfleisch, dazu Salate meist auf vegetarischer Basis, Müsli, Säfte, Obst und Gemüse. Die Schüler sitzen zu sechst an Tischen, die mit weißen Tischdecken und Servietten gedeckt sind. Vor und während den Mahlzeiten werden die Kinder auf Besonderheiten der verschiedenen Speisen oder die unterschiedlichen Kulturen bei anderen Völkern hingewiesen. Zu besonderen Anlässen gibt es die passende Tischdekoration und verschiedenes mehr. Denn Essen und Esskultur sollten schon in jungen Jahren einfach zusammengehören.
Gertrud Meyer vom Verein „Von Kindern für Kinder e. V.“ (Mitte) freute sich über die Unterstützung für das Projekt „gesundes Schulfrühstück“, die Marlies Wanjura (links) und Christina Laurenz von der Initiative Reinickendorf symbolisch überreichten. (Foto: privat) |
Zuwendung für MINT-Experimente von Reinickendorfer Schülern
Schule ist spannend, macht Spaß – und hat einen hohen Praxisbezug. Das gilt besonders für die MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Davon konnten sich die Besucher des Fontane-Hauses im Märkischen Viertel Ende November überzeugen, die sich von Schülern deren Experimente erklären ließen.
Erstmals hatte der Bezirk zur Präsentation der naturwissenschaftlich-technischen Kompetenz des Nachwuchses eingeladen. 15 Reinickendorfer Schulen, sowohl Grund- als auch Oberschulen mit teilweise mehreren Ständen, das Jugendforschungsschiff, das Schul-Umwelt-Zentrum Reinickendorf, die Freie Universität Berlin, das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UFU), die Initiative Ausbildungsplatz-Paten und die in Tegel ansässige Vertretung der German University in Kairo folgten dem Aufruf. Anschaulich wurden Experimente präsentiert und die Ergebnisse des Unterrichtsgeschehens vorgestellt.
Schulstadträtin Katrin Schultze-Berndt zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der Schüler. Und durfte sich über die finanzielle Unterstützung durch die Initiative Reinickendorf freuen, die sie in Form eines Schecks, überreicht von Ehrenpräsidentin Marlies Wanjura, erreichte. „Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Veranstaltung in Reinickendorf wiederholen könnten, sich noch mehr Schulen zur Teilnahme entscheiden und sich vielleicht sogar eine Veranstaltungsreihe daraus entwickelt“, so Schultze-Berndt.

Schulstadträtin Katrin Schultze-Berndt (links) freute sich über den Scheck der Initiative Reinickendorf, den Ehrenpräsidentin Marlies Wanjura überreichte.
7. Dezember: Gegen Graffiti – Schulfassade in Heiligensee kunstvoll gestaltet
Eine ganz schön clevere Idee hatten Schüler der Otfried-Preußler-Schule in Heiligensee im Sommer: Um ihre Schulfassade vor Wandschmierereien zu schützen, gestalteten sie diese einfach selbst mit Graffiti. Und damit das auch schön aussieht, holten sie sich Unterstützung von den Profis der Grafik-Firma „0815 Industries“. So entstanden bekannte und herrlich bunte Motive aus den Erzählungen des Namensgebers der Schule: Räuber Hotzenplotz, der kleine Wassermann oder Krabat.
Anfang Dezember wurde die Kunstwand offiziell eingeweiht: Erst spielte die neuformierte Schulband, dann durchschnitten die kommissarische Schulleiterin Sigrid Ungerberg-Boeck und der Künstler Jan Schmidt unter dem Jubel der Schüler das rote Band.
Natürlich hat die Aktion auch Geld gekostet: Das Bezirksamt Reinickendorf und einige Sponsoren beteiligten sich am Schulprojekt „Graffiti gegen Graffiti“. Auch die Initiative Reinickendorf steuerte gerne 500 Euro bei. Die Schüler hoffen jetzt, dass ihre neue Fassade noch möglichst lange so schön bleibt. Und sie haben schon neue Pläne: Im nächsten Jahr soll die Westseite des Gebäudes einen frischen Anstrich bekommen – natürlich wieder mit Motiven von Kinderbuchautor Otfried Preußler.


Fotos: Battistini / Goldmund Kommunikation
Initiative Reinickendorf











